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HIV-Symptome

HIV-Symptome sind anfänglich vielfach sehr unspezifisch. Nach der HIV-Übertragung durch Blut, Sperma und Vaginalsekret, meist bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr, kann es zu grippeähnlichen Beschwerden kommen.

Dazu gehören:

• Fieber
• Halsschmerzen
• Abgeschlagenheit
• Geschwollene Lymphknoten

Diese HIV-Symptome werden von den Erkrankten häufig nicht mit einer möglichen HIV-Infizierung in Verbindung gebracht. Dabei vermehren sich in dieser Zeit die Aids-Viren explosionsartig. Auch der behandelnde Arzt geht dann häufig mit seiner Diagnose und der anschließenden Behandlung in die falsche Richtung. Der Verdacht richtet sich dann oft auf eine andere Virus-Infektion, z. B. das Pfeiffersche Drüsenfieber. Ein HIV-Test kann in dieser sehr frühen Phase zudem noch keine eindeutige Klärung bringen, da der Infizierte noch nicht genügend Antikörper gebildet hat. Diese sind erst 3 bis 12 Wochen nach der Ansteckung im Blut nachweisbar, nach 6 Wochen genügt die Anzahl der gebildeten Antikörper für eine eindeutige Diagnose. Die skizzierten HIV-Symptome können mehrere Wochen andauern, verschwinden dann aber wieder, sodass die Gefahr besteht, dass Patient und Mediziner die Erkrankung als überwunden ansehen.

Die Erkrankung bricht aus – spezifische HIV-Symptome

Fieber ist eins der ersten HIV-Symptome.

Fieber ist eins der ersten HIV-Symptome.

Diese faktische Symptomfreiheit kann mehrere Jahre dauern, obwohl das HIV-Virus sich im Körper festgesetzt hat, das körpereigene Immunsystem ihn zwar zu vernichten sucht, aber irgendwann nicht mehr in der Lage ist, es wirkungsvoll zu bekämpfen. Mediziner nennen diese Zeit Latenzphase. Schließlich kommt es ohne Therapie zum Kollaps des Immunsystems. Die Symptome aus der Anfangsphase kommen schlagartig zurück – und gehen nicht mehr weg.

Zusätzlich können weitere HIV-Symptome am Ende der Latenz-Phase hinzukommen:

• starker Gewichtsverlust
• Nachtschweiß
• Durchfälle
• Pilz- und Hauterkrankungen

Bricht die Aids-Erkrankung aus, dann kommt eine Vielzahl typischer Krankheitsbilder dazu, das sogenannte HIV-Vollbild:

• Tuberkulose
• Lungenentzündung
• Tumore

Wegen des geschwächten Immunsystems können diese Symptom-Erkrankungen für den Aids-Patienten lebensbedrohlich werden. Der medizinische Fortschritt hat allerdings dazu geführt, dass nicht nur die Sterblichkeit der HIV-Patienten in den letzten 30 Jahren drastisch reduziert, sondern auch deren Lebenserwartung und Lebensqualität erheblich gesteigert werden konnten.

Wer Fragen zum Thema HIV-Übertragung und HIV-Symptome hat, der wende sich am besten an die Deutsche Aids-Hilfe. Diese gemeinnützige Organisation bietet seit fast 30 Jahren Informationen und Hilfen für betroffene Menschen. Online (www.aidshilfe.de) und in mehr als 100 bundesweiten Beratungsbüros.